SEBASTIAN SOMMERSCHUH.

STAGED PHOTOGRAPHY & ART DIRECTION.

PROJECTS / EVENTS

 

 

© Sebastian Sommerschuh 2019. All Rights reserved. Imprint

FINE ART

  • FINALES EGO

    Der Mensch, umhüllt von eigenem Körper und Geist, ist als einziges uns bekanntes Lebewesen in der Lage bewusst zu denken, zu fühlen und zu agieren. Diese mächtige Fähigkeit erlaubt jedem Individuum, sein Leben und seine Umwelt nach persönlichen Glaubens-und Wertvorstellungen zu formen und zu erschaffen. Getrennt durch seine physische Beschaffenheit ist es somit einzigartig. Eine Eigenschaft, die in der Kindheit eine Form von Bewusstsein entstehen lässt, welche nur dazu dient, sich selbst zu bereichern. Das Ego.

     

    In den unterschiedlichsten Formen wie zum Beispiel Trotz, Habgier, Angst oder Aggression dient es dem noch unselbstständigen Kind dazu, sich vor der Außenwelt zu schützen und zu überleben. Mit zunehmender Erfahrung und Eigenständigkeit jedoch werden diese Eigenschaften oft unbewusst in das alltägliche Denken und Handeln integriert und führen zu den uns nur allzu bekannten Dramen und Zerstörungen.

     

     „Obwohl die Weltordnung für alle in gleicher Weise gilt, verhalten sich

    die meisten so, als besäßen sie eine individuelle Erkenntnis.“

    Heraklit, Die Vorsokratiker, Matthias Hackemann (Hrsg.)

     

    Die Fotoserie „Finales Ego“ möchte auf diese krankhaften Abläufe und Strukturen des menschlichen Egos aufmerksam machen. Als Spiegel unserer Gesellschaft wurde dazu, vor dem Hintergrund einer realen Kulisse, eine veränderte Realität bis ins Detail geplant und inszeniert, in der Beispiele von bekannten Egostrukturen offen gelegt werden sollen. Angestrebt ist ein Effekt der Verfremdung wie ihn bereits Bertolt Brecht für das epische Theater beschrieb. Neben den dargestellten Handlungs- strängen soll eine zweite Ebene den Raum für eigene Fragen und ein eigenes kritisches Bewusstsein öffnen.

     

     „Die beste Methode, der Welt zu dienen, ist, den egolosen Zustand zu gewinnen“ Ramana Maharshi, Sei, was du bist!

     

     Sebastian Sommerschuh, 2010